Das musst Du noch besorgen, Mama

Das musst Du noch besorgen

Sohnemann hat sich vor ein paar Tagen ein Faschingskostüm für die kommende Saison ausgesucht. In diesem Jahr hat der Cowboy das Rennen gemacht. Zum Glück. Denn die letzten zwei Jahre ist er als Pirat gegangen. Auch ein schönes Kostüm. Besonders, da ich es selbst geschneidert habe. Aber noch ein Jahr in diesem Outfit und der Kindergarten könnte auf den Gedanken kommen, dass sich mein armes Kind nichts Anderes leisten kann.

So war meine Freude groß, dass es in diesem Jahr eine Veränderung gab und wir ein neues Kapitel im Faschingstrubel aufschlagen können.

Nun reicht meinem lieben Kind ein reines Kostüm natürlich nicht aus. Auch die Accessoires müssen stimmen. Und so hat er mir heute aufgetragen, was ich noch alles besorgen muss.

„Ein Cowboy braucht Taschenhänden und einen Cowboystern, weiß Du Mama? Und weißt Du was noch? So was, wo man eine Kanone reinlegen kann, ok?“

Das mit dem „Kanone reinlegen“ konnte auch Ich noch zuordnen. Aber was ist oder sind „Taschenhänden“? Habe ich was verpasst? Eine neue Erfindung am Accessoires Himmel?

Nach längerem hin und her und einer intensiven Befragung meines Sohnes konnte ich das Geheimnis lüften. Es handelt sich um Handschellen. Das Wort kann er sich nicht merken. Darum nennt er es einfach Taschenhänden. „Mama, nun weißt Du, was Du noch besorgen musst, stimmt’s?“

In diesem Sinne: Deutsches Sprache, Schweres Sprache.

Eure Anna

Köstlichkeiten aus der heimischen Küche

Köstlichkeiten aus der heimischen Küche

Ok, ich gebe es zu. Sohnemann ist recht einfach gestrickt, was seine Essgewohnheiten betrifft. Man kann nicht unbedingt behaupten, dass er einen ausgefallenen Geschmack hat. Sein Leibgericht lautet im Moment: Kartoffeln mit Quark. Und das am liebsten früh, mittags und abends. Mal ein Stück Fleisch oder Wust? Um Gottes Willen. Außenstehende könnten denken, man wolle ihn vergiften, wenn sie seine abwehrende Haltung zu diesen Lebensmitteln sehen. Obwohl, Chicken Nuggets und Bratwurst – das geht schon. Natürlich nur außerhalb der heimischen vier Wände. Da, wo es auch richtig was kostet und geschmacklich eher im unteren Segment angesiedelt ist. Mache ich zu Hause Nuggets, die wirklich tausend Mal besser schmecken als aus der Massenproduktion, bekommt er keinen Happen runter.

Nun gut. Auch gestern habe ich wieder die berühmte Frage in den Raum gestellt, was gnädiger Herr denn gerne als Mittagsmahl kredenzt bekommen haben möchte. Ich nahm seine Bestellung entgegen und verzog mich in die Küche an den Herd. Er findet schon, dass ich da auch hingehöre. Obwohl er auch gerne mithilft. Soviel Lob muss ich ihm zugestehen. Ich kochte also das gewünschte Gericht, baute die zwischenzeitliche Änderung der Bestellung geschickt ein und servierte dann folgendes:

Verschieden geformte Kartoffelstückchen kombiniert mit saisonal abhängigen Gemüsen auf einem Spiegel von erlesener Soße. Als Dessert gab es eine feine Komposition aus Mandarinen und Fruchtsaft.

Na, wie klingt das? Doch sicherlich besser als „Kartoffeln, Mischgemüse und Soße“.

In diesem Sinne: Es ist alles eine  Frage der Einstellung.

Eure Anna

Geduld zahlt sich aus

Geduld zahlt sich aus

Heute habe ich das Schnäppchen meines Lebens gemacht.

Seit Monaten schleiche ich um ein bestimmtes Paar Turnschuhe herum. Tolles Leder, tolle Sohle, tolle Farbe. Leider hatten die Edeltreter auch einen tollen Preis. 119 Euro. Keine Summe, bei der ich zu Spontankäufen neige. Daher sind diese perfekten Schuhe und meine Wenigkeit bis heute noch keine Verbindung eingegangen.

Bis heute. Denn heute, oh Wunder, purzelten die Preise. Wie immer wollte ich nur einmal „Hallo“ zu meinen Lieblingen sagen und ihnen versichern, dass UNSER Tag auch noch kommt. Und was musste ich dabei feststellen? Sie kosten nur noch 70 Euro. Und, man glaubt es kaum, meine Größe war vorrätig? Womit habe ich nur so viel Glück verdient?

Nun sitzen wir zu Hause. Ich und meine Lieblinge. Und ich kann euch sagen – sie sind toll.

In diesem Sinne: Die Geduld ist der Schlüssel zur Freude.

Eure Anna