Ausländerfeindlichkeit

Ausländerfeindlichkeit

Aus gegebenem Anlass muss ich mich heute einmal aus meiner kreativen Sommerpause zurück melden und Euch von einer Begebenheit berichten, die mich gerade fast zu meinem ersten Balkonsprung animiert hätte.

Ich war gerade dabei, meinen Balkon für einen gemütlichen Tag in der Sonne herzurichten, als ich unten auf der Straße drei Kinder vorbeilaufen hörte.  Soweit nix besonderes, ich wohne an einer Hauptstraße, da läuft schon das ein oder andere Kind vorbei. Doch diese Kinder waren so schrecklich… ich weiß nicht, wo man in diesem Alter schon solch eine Aggressivität herhaben kann.

Ihnen kam nämlich ein Afrikaner entgegen, was sie auch lautstark kundtaten. Und weil dies anscheinend nur der Auftakt war, kam ein „Eh, wie sieht´s aus? Neger klatschen?“  hinterher. Ich dachte, ich höre nicht richtig, schaute über die Balkonbrüstung und musste feststellen, dass dort unten drei 10-jährige (so alt schätze ich sie mal) einen Afrikaner beleidigten und blöd anmachten. Ich konnte es gar nicht fassen. Was bilden sich diese Kinder ein? Und woher kommt diese aggressive Art? Warum? Der Mann hat ihnen nichts getan. Kam ihnen nur entgegen. Wollten sie sich ausprobieren, weil sie in der Gruppe waren und sich stark fühlten? Mal richtig auf den Putz hauen? Oder wird ihnen das gar zu Hause vorgelebt?

Ich habe so ein Verhalten noch nie bei Kindern in diesem Alter erlebt. Und ich schäme mich sehr, Zeuge dieser Tat geworden zu sein. Hätte nicht ein anderer Passant die Kinder gestoppt und ihnen ordentlich die Meinung gesagt, ich hätte für nichts garantieren können.

Ausländerfeindlichkeit ist für mich eine der schlimmsten Dinge, die wir uns gegenseitig antun können. Andere auszugrenzen, weil sie aus einem anderen Land – aus einer anderen Kultur stammen. Niemand hat das Recht dazu. Und niemand sollte solche Taten gut heißen oder gar unterstützen.

Für die Kinder hoffe ich, dass sie selbst einmal in solch eine Situation kommen. In eine Ecke gedrängt, ausgegrenzt und gedemütigt werden. Einfach nur, um mal am eigenen Leib zu spüren, wie das ist.

In diesem Sinne: Alle Menschen sind G L E I C H – und niemand ist G L E I C H E R.

Eure Anna

Fußball, Fußball und nochmals Fußball

Fußball

Heute möchte ich mal einen Blick über den Ärmelkanal werfen und eine lustige Fußballbegebenheit von unseren englischen Freunden posten. Man könnte es auch so formulieren: Das ist einmal richtig daneben gegangen.

Seht es als kleine Einstimmung auf das morgige Achtelfinale der Fussball Weltmeisterschaft. Wenn sie da auch so spielen, hat Deutschland gute Chancen, ins Viertelfinale einzuziehen.

Wobei… da schlagen ja zwei Herzen in meiner Brust. Ich – alter Englandfan – bin schon stark hin und her gerissen. Wie dem auch sei – möge einfach der Bessere gewinnen.

Eure Anna

Der Maulwurf und die Frauen

Der Maulwurf und die Frauen

Nun ja, er ist schon streckenweise recht schwer zu verstehen. Der Maulwurf. Das kann man einfach nicht unter den Tisch kehren. Aber Rapunzel scheint auch ein sehr störrisches und nicht leicht zu beeindruckendes Frauenzimmer zu sein. Ob die beiden trotzdem noch Freunde werden? Seht selbst.

Viel Spaß.

Eure Anna

Der Maulwurf schlägt wieder zu…

Der Maulwurf schlägt wieder zu

diesmal trifft er auf den Schmettegage (Schmetterling). Sehr lustig…

Viel Spaß.

Eure Anna

Somebody

Somebody

Ein toller Song, in einer Besetzung, die es zuletzt vor 16 Jahren gab.

Ich habe euch heute einmal einen Livemitschnitt verlinkt, der jedem Depeche Mode Fan eine Gänsehaut zaubert. Mir sogar noch mehr. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich dies gesehen habe.

1995 schied Alan Wilder (der nette Herr am Klavier) aus der Band aus. Für ihn wurde es zu viel, er konnte und wollte nicht mehr in diesem „Zirkus“ Depeche Mode mitspielen. 2010 dann die symbolische „Wiedervereinigung“. Wenn auch nur erst einmal für einen Song. Aber allein dies ist ein Zeichen für die Fans gewesen, dass es eventuell doch noch zu einer Reunion kommen kann. Alan – du fehlst sehr vielen Fans.

Depeche Mode, Somebody, Februar 2010, Royal Albert Hall, London

Eure Anna

Ich habe jetzt einen Schreibtisch

Ich habe jetzt einen Schreibtisch

Und zwar in der Frühförderstelle meines Sohns. Gestern ist es passiert. Nach fast 2 Jahren, die wir nun inzwischen dorthin gehen – und das zweimal die Woche – haben mir die netten Therapeutinnen einen Schreibtisch angeboten. Damit ich – während Sohnemann therapiert und bespielt wird – in Ruhe arbeiten kann. Bis jetzt hatte ich immer die Technik auf meinen doch recht schmalen Beinen  balanciert. Nicht wirklich angenehm. Noch dazu, da ich diese Haltung jedes Mal eine Stunde lang einnehmen musste. Und nun? Nun hat man Erbarmen mit mir gehabt und für mich einen Schreibtisch hergerichtet. Den darf ich ab jetzt immer benutzen. Ist das nicht toll? Gerade sitze ich daran, und kann ganz entspannt und locker schreiben. Nein, wie ist es schön.

Aus diesem Grunde möchte ich mich auch auf dem schriftlichen Wege ganz herzlich bei den netten Mitarbeitern der Frühförderstelle bedanken. Ich weiß ja, dass ihr hier auch fleißig mitlest. Mutti kann so doch gleich viel besser arbeiten und die Worte fließen nur so aus meinem kleinen Köpfchen.

In diesem Sinne.

Eure Anna

Deutschland spart auf Kosten der Schwachen

Deutschland spart auf Kosten der Schwachen

Gerade lese ich mich durch die aktuellen Nachrichten und muss feststellen, dass der Haushalt der Bundesrepublik Deutschland mal wieder auf dem Rücken derer, die eh schon nichts haben, saniert werden soll. Hartz IV Kürzungen, das Elterngeld begrenzt und so weiter. Warum ? Warum auf diesem Wege?

Ich verstehe, dass gespart werden muss. Schließlich kann nur das ausgegeben werden, was auch eingenommen wird. Wenn ich so wirtschaften würde, wie es die Bundesrepublik schon seit vielen Jahren macht, wäre ich auch pleite.

Aber warum trifft es wieder die Falschen? Ich bin auch jemand, der sagt, dass zum Beispiel das Hartz IV Geld an bestimmte Bedingungen geknüpft werden muss. Keine Frage – wer auf Kosten des Staates lebt, muss auch etwas für den Staat tun. Aber wenn das Elterngeld für Hartz IV Empfänger gestrichen werden soll, dann ist dies genau der falsche Weg. Denn eine junge Mutti, die mit ihrem kleinen Baby auf Hartz IV Leistungen angewiesen ist, kann nichts für den Staat tun. Sie kann keine gemeinnützige Arbeit leisten. Wie denn? Soll sie ihr Baby solange im Heim abgeben? Man bestraft wieder die Falschen, die nichts dafür können. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Da ich alleinerziehend bin, habe auch ich während meiner Elternzeit Hartz IV bezogen. Mein Sohn war klein, ich konnte nicht arbeiten. Als Elterngeld gab es damals nur 300 Euro. Plus Kindergeld und Unterhalt waren das knapp 650 Euro, die ich im Monat an Einnahmen hatte. Zu wenig, um Miete, Strom, Essen, Kleidung etc. zu bezahlen. Vater Staat musste auffüllen.

Und auch das Elterngeld für berufstätige Jungmütter soll begrenzt werden. Somit minimiert man aber wieder den Anreiz für gebildete und vor allen Dingen höher verdienende Frauen, ein Kind zu bekommen. Denn auch diese Frauen haben Kosten, haben sich einen Lebensstandart erarbeitet, den man während der Elternzeit nicht einfach wegretuschieren kann.

Ich weiß, ich rege mich viel zu sehr auf, aber mich macht so eine Ungerechtigkeit wütend. Sollen sie doch die Steuern erhöhen. Das würde alle treffen und jeder einzelne Bürger würde somit etwas für die Sanierung des Staates beitragen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Warum wurde denn die Mehrwertsteuer für Hotels auf 7% reduziert? Habt ihr was davon gemerkt, dass diese Steuererleichterung an die Gäste weitergegeben wurde? Ich nicht. Nicht um 1 Cent sind die Preise für die Übernachtungen gesunken.

Mein Unmut und Frust steigt nur unnötig, je länger ich über dieses Thema nachdenke. Ich bin sehr gespannt, wie und Frau Merkel diese Maßnahmen schmackhaft machen möchte und wie sie insbesondere die Verteilung der Sparmaßnahmen rechtfertigt.

In diesem Sinne: Lassen wir uns überraschen, was in den nächsten Monaten noch auf uns zukommt.

Eure Anna

Der erste Wackelzahn ist da

Der erste Wackelzahn ist da

Gestern Abend, beim allgemeinen rumkabbeln im Bett habe ich ihn entdeckt. Den ersten Wackelzahn bei Sohnemann. Oben rechts. Hach, da hat doch mein kleines Herzchen einen Satz gemacht.

Soll es wirklich schon so weit sein, dass er den ersten Zahn wieder verliert? Er ist doch erst 5 ½ Jahre alt. Mein kleiner Hosenscheißer, mein Baby. Er hat sie doch erst bekommen. Ich weiß es noch ganz genau, es kommt mir vor, als ob es letzten Monat war. Und nun soll er sie schon wieder abgeben? Platz machen für die Schulzähne? Ein großer Junge werden? Ich kann es noch gar nicht glauben, dass es jetzt schon passieren soll. Dass die Zeit so schnell vergeht und aus meinem kleinen süßen Jungen ein großes Schulkind wird.

Sohnemann wusste gestern Abend natürlich gleich Bescheid, was passiert, wenn die erste Zahnlücke zu sehen ist. Es gibt ein Geschenk. Von der Zahnfee. Woher er das weiß, fragte ich ihn. „Oh Mama, na aus dem Kindergarten.“ Gut, dann hoffe ich, dass der Kindergarten auch eine gute Zahnfee kennt, die dann die Wünsche meines Sohnes entsprechend erfüllt. Die Lego Polizeistation wäre das. Hat er gestern Abend dann gleich noch nachgeschlagen. Man kann ja nie wissen und muss vorbereitet sein. Falls es ganz schnell geht.

Mir ist dann gestern noch die Idee gekommen, genau solche Momente für den Kurzen aufzuschreiben. Für später mal, damit er dann auch was zum Schmunzeln und Lachen hat. Ein paar Eckdaten aus seiner Kindheit. Man selbst vergisst ja alles so schnell wieder, da der Alltag einen mit anderen Dingen belastet. Besonders gemerkt hatte ich das damals, als ich unzählige Male Unterlagen für Therapien ausfüllen musste. Wann hat er angefangen zu sitzen, zu krabbeln, zu stehen, zu laufen, zu sprechen, Blickkontakt zu halten, zu greifen… Da steht man dann da und kann eigentlich nur anhand von Bildern oder Erlebnissen, die man noch im Kopf hat, die entsprechenden Zeiträume schätzen. Aber damit ist nun Schluss. Mutti schreibt jetzt auf. Ich hoffe er freut sich, wenn er dann später solch Dinge selbst nachlesen kann.

In diesem Sinne: Die Zeit rast an uns vorbei und man kann sie nicht aufhalten. Machen wir das Beste draus.

Eure Anna

Mein erstes Mal

Mein erstes Mal

Na da bin ich ja mal gespannt…

Freunde, mein erstes Video, das ich hier hochlade. Es ist zwar nur ein „Schnipsel“, aber es passt sehr gut zu meiner heutigen Stimmung. Die ist nämlich bombastisch. Das Wetter, habt ihr das gesehen? Die Sonne scheint. Juhu. Und darum dieses Video. Hat nix mit Sonne zu tun, aber drückt Begeisterung aus. Jedes mal wenn ich es sehe oder nur daran denke, läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich habe Pipi in den Augen. Weil mich das immer wieder umhaut und ich an diesen geilen Abend denken muss.

Zu sehen sind Depeche Mode. Die Helden meines Lebens. Na ja, eigentlich sieht man eher die Fans, aber der Song ist von Depeche Mode. „Never let me down again“ heißt das Meisterwerk. Und auf dem Video seht ihr einen Ausschnitt vom Konzert der SOTU Tour 2009 in Berlin/Olympiastadion. Knapp 70.000 Fans geben sich diesem Song hin und zelebrieren ihn. Und Mutti war dabei. Ganz vorne links neben dem Steg. Schon alleine zu wissen, dass man all diese Massen beim Konzert hinter sich hatte, ist der Wahnsinn.

Bleibt bis zum Schluss dran, der „Kameramann“ zeigt das ganze Stadion.

Viel Spaß damit.

Eure Anna

Ich habe gesündigt

Ich habe gesündigt

Ja, ich gebe es offen und ehrlich zu. Ich war heute im Solarium. Was soll´s. Wenn die Sonne uns so sträflich vernachlässigt und ich seit Tagen bei 11 Grad und Regen mein Dasein fristen muss, dann greife ich auch mal auf die Sonne aus der Steckdose zurück. Wenigstens ein paar wenige Glücksmomente in Form von Licht möchte ich meinem Körper gönnen.

Ich bin nicht von der Sorte, die im Februar braun gebrutzelt wie ein Hähnchen herumläuft. Überhaupt nicht. Alles zu seiner Jahreszeit. Und ich möchte auch nur ein ganz klein wenig braun werden. Einfach nur so, das man mich von einer Tüte Mehl unterscheiden kann. Der sehe ich nämlich im Moment noch zum verwechseln ähnlich. Darum werde ich nun noch zwei Termine auf dem „Grill“ wahrnehmen und dann war es das auch wieder für diese Saison. Denn irgendwie möchte ich noch nicht die Hoffnung aufgeben, das es in diesem Jahr noch was wird. Mit dem Wetter.

In diesem Sinne: Ich schicke allen ein paar liebe Sonnenstrahlen aus der Steckdose rüber.

Eure Anna