Tatort Schwimmbad

Tatort Schwimmbad

Es war Mittwoch – es war Badetag im Hause Miller. Mein Sohn, sein bester Kumpel samt Mama und meine Wenigkeit verschönerten mal wieder mit unserer Anwesenheit das nahegelegene Spaßbad. Die Jungs tobten und rutschten, die Mamas entspannten und beaufsichtigten.

Und dann geschah es. Mein Kleiner kam die Rutsche runter und direkt hinter ihm drei Grazien im Teenageralter. Eine hatte ihren Fuß unglücklicherweise im Gesicht meines Sohnes. Für sie kein guter Tag. Denn das kann Mutti gar nicht leiden. Und Sohnemann auch nicht. Er weinte, weil ihm diese unvorteilhafte Position des Fußes sehr wehtat. Nur wie konnte es überhaupt so weit kommen? Schließlich soll eine Ampel am oberen Teil der Rutsche genau diese Situationen vermeiden.

Ich sprach die 3 Mädels selbstverständlich sofort darauf an. Solch eine Sache kann ich nicht auf sich beruhen lassen. Sohnemann wurde wehgetan, da musste Mutti eingreifen. Die drei waren sich natürlich keiner Schuld bewusst. Die Ampel sei schon grün gewesen, als sie gestartet sind. Was natürlich nicht sein kann, denn die Lichtschranke zum Umschalten der Ampel befindet sich erst am Ausgang der Rutsche. Was ich ihnen auch in einem ruhigen Ton versuchte zu erklären. Ein paar mahnende Worte im Anschluss, eine kleine Farblehre und ein „ich behalte euch im Auge“, sollten es dann auch von meiner Seite aus gewesen sein. Schließlich bin ich nicht der Bademeister, dass ich mich da zu großen Reden aufschwingen kann.

Für die drei Grazien war es wohl noch nicht erledigt. Denn die waren nun der Meinung, dass sie ein wenig runstänkern müssen. Fanden meine kleine Ansprache wohl lustig. Nun konnte ich mir vor meinem Sohn nicht die Blöße geben, und mich auf das Niveau dieser pubertierenden Halbstarken herablassen. Wo er doch so stolz auf mich war, das ich mit denen „geschimpft“ habe. Aber wie immer hatte Mutti für solche Situationen das passende Mittel in der Tasche. Ich bin einfach mit Sohnemann mitgerutscht. Die drei auch immer noch an der Rutsche. Vor uns. Und als sie dran waren und sich wieder direkt an ihren „Vorrutscher“ dranhängen wollten, habe ich sie zurückgehalten und ihnen noch einmal ausführlich die Ampel erklärt. Normalerweise lernt man dies schon im Kindergartenalter – aber vielleicht ist bei ihnen das Thema ja ein wenig zu kurz gekommen. „Rotes Licht – Stopp. Grünes Licht – Rutschen. Rot oben – Grün unten.“ Sehr peinlich für die drei, denn wir waren nicht alleine auf der Rutsche. Sie sind danach auch ganz brav einzeln runtergerutscht. Bei Grün versteht sich. Und nur noch dieses eine Mal. Dann sind sie ganz beschämt gegangen. Schade, ich hätte ihnen gerne noch ein wenig mehr beigebracht.

Mein Sohn ist auch heute noch super stolz auf mich. Weil Mama so „cool“ war und den „Mädchen so Bescheid gesagt hat“.

In diesem Sinne: Diskutiere nie mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich mit Erfahrung.

Eure Anna

Kein Interesse

Kein Interesse

Heute hatte ich ein langes Gespräch mit einer Therapeutin meines Sohnes. Alle paar Monate muss ein Test gemacht werden, der seine Entwicklungsschritte aufzeigt. Und heute war der Termin für die Auswertung des letzten Tests. Da wir uns schon länger kennen und auch ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben, werden dabei auch mal Dinge ausgetauscht, die sicherlich nicht mit jedem Elternteil besprochen werden. Ich bekomme zusätzliche Tipps für die Förderung oder wir besprechen auch einmal private Dinge.

Automatisch kamen wir auf das „Elend“ mancher Kinder zu sprechen. Denn heute saß wieder so ein kleines „Elend“ im Wartezimmer, das man einfach nur mal ganz fest in den Arm nehmen möchte um zu drücken. Einfach nur, um diesem Kind auch mal ein wenig Nähe und Wärme zu geben. Denn von Seiten der Mutter war da leider nichts zu holen. Die saß da und telefonierte mit ihrer Freundin. Das Kind saß daneben und schaute mir und meinem Sohn sehnsüchtig zu, wie wir spielten. Draußen hatte es fürchterlich geregnet. Das Kind war nass. Normalerweise zieht man dann die nassen Sachen aus. So mache ich das auf jeden Fall. Diese Mutti sah das wohl anders. Nach einer Weile fragte ich das Kind, ob es nicht mit uns mitspielen möchte. Die Augen leuchteten… Für mich war es nur ein kleiner Schritt, für das Kind sicherlich ein großes Erlebnis.

Als ich dies mit der Therapeutin besprach, erzählte sie mir, dass da von Seiten der Mutter wirklich nichts zu erwarten wäre. Null Interesse am Kind und an dieser Förderung. Weitere Therapien, wie zum Beispiel Logopädie, würden nicht gemacht. Für die Mutter zu stressig. Die Termine bei der Frühförderung nimmt sie auch nur sporadisch wahr. Mal kommt sie – mal eben nicht. Eine Nachfrage, was mit dem Kind gemacht wurde? Fehlanzeige. Interesse, zu Hause weiter zu fördern? Nicht vorhanden. Und wenn das Kind therapiert wird, geht sie. Im Wartezimmer warten? Warum denn? Lieber geht sie Rauchen oder Kaffee trinken mit ihrer Freundin. Ich würde nie mein Kind alleine irgendwo zurück lassen. Das habe ich ihm versprochen und das ist ihm auch ganz wichtig. Zu wissen, das Mutti in der Nähe ist.

Dabei ist es gerade bei Kindern wichtig, sie zu fördern und nicht allzu schwer, Neues zu vermitteln. Kinder lassen sich so einfach begeistern. Futter für das Gehirn findet man an jeder Straßenecke. Wenn ich nur bedenke, was mein Sohn jeden Tag neu entdeckt. Dinge, die man als Erwachsener gar nicht mehr wahrnimmt, weil man ständig von ihnen umgeben ist und sie als „Normal“ betrachtet. Für Kinder sind diese Dinge ein Wunder. Aber wenn die Erwachsenen – die Eltern – kein Interesse haben, diese Wunder zu entdecken, dann bleiben sie für Kinderaugen verborgen. Dabei ist es die Pflicht der Erwachsenen, unseren Kindern genau das Futter für ihr Gehirn zu zeigen und es ihnen schmackhaft zu machen. Und das hat nichts damit zu tun, ob man finanziell gut oder schlecht gestellt ist. Das hat schlicht und ergreifend was mit Faulheit zu tun.

In diesem Sinne: betrachtet die Welt mal mit Kinderaugen.

Eure Anna

Mauzi läuft Amok

Mauzi läuft Amok

Bei meinen Eltern wohnt seit vielen Jahren ein haariges Wesen. Man sieht ihn nur selten – er schläft viel. Er hört – oder auch nicht – auf den besonders wohlklingenden und sehr seltenen Namen „Mauzi“. Soweit ein wirklich sehr ruhiger Zeitgenosse, der eigentlich nur zickig wird, wenn ihm jemand seinen Stammplatz auf dem Sofa streitig machen möchte. Eigentlich. Denn auch hier gibt es – wie bei allen Dingen im Leben – eine Ausnahme. Bei Mauzi heißt die Ausnahme „Hasenbraten“. Zieht der Geruch dieser köstlichen Speise auch nur ansatzweise durchs Haus, wird aus dem ruhigen Vertreter ein wildes Tier. Da ist er so scharf drauf, dass er nichts unversucht lässt, SEIN Stück vom Braten zu bekommen. Auf Teufel komm raus. Die guten Manieren sind schlagartig wie weggeblasen – es geht über Tisch und Schrank. Türen sind kein Hindernis mehr, denn der größte Türöffner aller Zeiten ist dann im Hause meiner Eltern aktiv. Hat er endlich sein Stück bekommen, zieht er sich wieder zurück und verfällt in seine alte Lethargie. Bis zum nächsten Hasenbraten.

In diesem Sinne: Steckt nicht in Jedem ein wildes Tier?

Eure Anna

Nix genaues weiß man

Nichts genaues weiß man

Es geht das Gerücht um, dass nun doch der Frühling Einzug halten soll. Erste Anzeichen konnten gestern schon beobachtet werden. Das komische runde helle Ding am Himmel – hach, wie heißt es doch gleich – leuchtet recht kräftig und lange. Die Vögel zwitscherten und man konnte getrost ohne Winterjacke vor die Haustür treten. Die Heizung wurde gedrosselt und die Fenster für einen großen Schwall an Frischluft geöffnet.

Und heute? Wieder schönster Sonnenschein. Da geht mir doch das Herz auf.

In diesem Sinne: nix genaues weiß man, aber es könnte durchaus sein, dass es in diesem Jahr doch noch was mit dem Frühling wird.

Eure Anna

Alles wieder auf Start

Alles wieder auf Start

Mir ist das schlimmste passiert, was nur passieren konnte. Mein Laptop hat sich auf gehangen. Nicht, weil es ihm bei mir so schlecht geht und ich immer so Gemein zu ihm bin – nein – einfach so. Noch nicht einmal Bescheid gegeben hat er vorher. Eigentlich ganz schön hinterhältig von ihm. Aber nun gut, ich bin nicht nachtragend. Und wir verstehen uns auch schon wieder.

Freitagmittag passierte es: Gerade noch ein wenig gesurft und geschaut – und auf einmal war Schluss. Nichts ging mehr. Aber wirklich nichts mehr. Selbst der Taskmanager ließ sich nicht mehr überreden, seine Arbeit aufzunehmen. So blieb mir nichts anderes übrig, als den Rechner ohne vorheriges  runterzufahren Aus zu machen. Tja, wahrscheinlich der größte Fehler, den ich machen konnte. Hätte ich doch zuerst jemanden gefragt, der sich damit auskennt… ich hatte aber keinen zur Hand. Als ich ihn wieder starten wollte, wollte er nicht starten. Auch nicht beim 10. Versuch. Es half nichts, ich musste härtere Geschütze auffahren. Und so griff ich zum Telefon, um die Hotline des Herstellers um Hilfe zu bitten. Da sollen ja die Experten für solche Fälle sitzen. In der Broschüre, die es zum Laptop dazu gab, standen nur so tolle Tipps wie: „Bei Problemen schauen sie bitte auf unserer Internetseite unter…“. Sehr lustiger Tipp, wenn der Rechner nicht geht und man somit auch nicht ins Internet kommt. Also die Hotline. Na ja, Hotlines und Ich – das passte noch nie. Nach 12 Euro und unendlichen Mitteilungen einer nervigen Computerstimme, dass „der nächste freie Mitarbeiter für mich reserviert ist“, habe ich diesen Versuch zur Organisation von Hilfe abgebrochen. Mir blieb somit nur das einzige übrig, was mir der Computer auch versuchte mitzuteilen. Ich muss Windows 7 neu einspielen. Was aber bedeutet, dass alle anderen vorherigen Daten weg sind. Alle Dateien, alle Bilder, alle Videos, alle selbst draufgebrachten Programme…einfach alles. Windows 7 nackig und jungfräulich.

Und auch wenn es unglaublich klingt, aber ich tat es. Denn ich brauche das Ding. Zum Arbeiten – zum Leben. Die ganze Aktion hat jetzt 3 Tage gedauert, bis alles wieder so war, wie es vor dem Crash war. Alle Programme laufen wieder und da ich nicht von übervorgestern bin, sind natürlich auch wieder alle Dateien da. Denn Mutti hat regelmäßig eine Sicherung gemacht.

Ich hoffe inständig, dass mir nun diese langwierige und vor allen Dingen unnütze Arbeit für immer erspart bleibt. Einmal reicht. Denn solch einen Komplettabsturz braucht man genau so dringend wie einen Pickel am Hintern.

Ein Gutes hat die ganze Sache auch. Ich habe vieles gelernt. Vor allen Dingen über Computertechnik.  Und wir sind jetzt per „Du“. Mein Computer und ich.

In diesem Sinne: Wenn dir das Leben so richtig in den Arsch tritt…, so nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

Eure Anna

Vatertag

Vatertag

Und schon wieder kreuzt ein Feiertag unseren Weg. Heute ist ganz offiziell Vatertag. Deshalb an dieser Stelle von mir einen lieben Gruß an alle Väter. Feiert schön und geniest euren Ehrentag.

Die ersten Feierwilligen fuhren mich heute Morgen schon kurz nach 9 Uhr fast über den Haufen. Bunt geschmückt (die Herren und die Fahrräder) und fürchterlich lärmend. Sicherlich auch schon das ein oder andere Bier im Tank. Nun ja, jedem so wie er es mag. Wenn ich eine Wette abgeben dürfte: Von den Herren war ganz sicher noch keiner in den Genuss der Vaterrolle gekommen. Für Mutti ist das nix. Bei uns ist dieser Tag ein Familientag. Wir treffen uns alle und es gibt Kartoffelsalat und Würstchen. Es wird gespielt und gescherzt – einfach ein toller und gemütlicher Tag. Ich freue mich schon sehr. 14 Uhr geht es los.

In diesem Sinne: Allen viel Spaß. Wie auch immer der aussehen wird.

Eure Anna

Ich bin ja nun auch schon älter…

Ich bin ja nun auch schon etwas älter…

mit diesen Worten versetzte mich eine ehemalige Klassenkameradin in eine gewisse Schockstarre. Wie das denn? Die ist 36 Jahre alt. So wie ich. Warum fühlt sie sich schon alt? Gut, ich mache auch gerne mal ein paar Scherze über mein Alter. Aber sie meinte dass so wie sie es sagte.

Das  Thema „Älter werden“ ist ein sehr leidliches Thema. Vor ein paar Tagen las ich einen sehr interessanten Artikel dazu. Da ging es um den „Herbst des Lebens“. Aber was bitte schön ist das? Und wer legt fest, wann wir uns in diesem Herbst befinden? Und warum?

Wenn ich nur mal von mir ausgehe: Ich fühle mich jeden Tag anders. Um mal bei den Jahreszeiten zu bleiben: Da gibt es den Frühling. Den erlebe ich, wenn ich mal so richtig ausgelassen shoppen gehen kann. Das Herz klopft vor Aufregung, ich fühle mich wie ein Teeny. Im Sommer fühle ich mich wohl. Mir geht es gut und genieße meine Zeit. Auch den Herbst gibt es. Das sind die Tage, an denen man nicht so recht weiß, was man eigentlich mit sich anfangen soll. Viel Arbeit, aber keine Lust. Und dann der Winter. Da geht gar nichts. Am liebsten würde ich im Bett bleiben, die Decke bis zu den Ohren hochziehen und abwarten, dass der Tag endlich vergeht. Heute war eher ein Herbsttag. Na und? Morgen kann schon wieder der Frühling vor der Tür stehen. Wenn das so ist, werde ich ihn auf jeden Fall rein lassen.

Wir alle werden praktisch sekündlich älter, keiner mag es, aber der Kelch geht einfach nicht an uns vorbei. Was soll´s, man kann es nicht ändern. Das Leben geht weiter und man muss einfach das Beste draus machen. Deswegen fühle ich mich aber ganz sicher nicht alt.

In diesem Sinne: Mit 36 ist man definitiv nicht alt.

Eure Anna

Langsame Leitung

Langsame Leitung

Mein Internet funzt immer noch nicht richtig. Ich hatte euch ja schon einmal davon berichtet. Mal geht es – mal nicht. Das macht mich wahnsinnig. Ich bin ja nicht anspruchsvoll, brauche auch keine 16.000er Leitung. Aber wenn der Bildschirmschoner seine Tätigkeit aufnimmt, während mein Computer krampfhaft versucht, eine Internetseite zu laden, dann kann da was nicht stimmen.

Seit 21.03.2010 ärgere ich mich darüber. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Trotz unzähliger netter und nicht mehr ganz so netter Anrufe meinerseits bei meinem Provider tut sich nichts. Als Antwort auf mein Problem bekam ich immer denselben Wortlaut: „Es tut mir leid, ich kann da leider nichts machen. Die Störung ist gemeldet. Ich kann aber nicht sagen, wie lange sich die Reparatur noch hinzieht. Sie bekommen eine SMS, sobald alles behoben ist.“ Vielen Dank, aber dafür kann ich mir nichts kaufen. Und vor allen Dingen nicht anständig arbeiten. Und das nervt mich fürchterlich.

Freitag klemmte ich mich mal wieder ans Telefon und versuchte mein Glück. Ich wollte mal richtig auf den Putz hauen. Das hatte ich mir fest vorgenommen. Am Telefon hatte ich eine junge und sehr nette Frau, die mir schon nach 10 Sekunden unwahrscheinlich leid tat. Immerhin konnte sie persönlich nichts dafür, dass hier nichts geht. Sie hörte sich alles sehr geduldig an, stimmte mir zu, dass dies eine unerträgliche Situation ist … und ich rechnete schon mit der Standardantwort. Aber nein, sie konnte auch anders antworten. Man glaubt es kaum, aber sie wollte mir ernsthaft helfen. So richtig. Denn sie probierte eine Menge aus. Und fragte nach und schlug sogar bei Google nach, um noch eventuelle neue Ideen zu finden. Es war nicht zu fassen. Das erste Mal nach unzähligen Telefonaten.

Im Endeffekt konnte sie mir mein Internet auch nicht schneller machen. Da muss ich auf die Reparatur warten. Aber sie hat dafür gesorgt, dass die Verbindung nicht mehr abbricht. Und das ist doch auch schon was.

Nun hoffe ich inständig, dass irgendwann auch die Geschwindigkeit wieder bei mir Einzug hält.

P.S. Die Störung ist übrigens nicht nur bei mir. Oder in meiner Straße. Nein, halb Mitteldeutschland ist davon betroffen. Von Erfurt bis Wittenberg. Ein weiterer Grund, der mich verwundert den Kopf schütteln lässt. Warum tut sich da nicht endlich was?

In diesem Sinne: Es kann nur besser werden.

Eure Anna

Muttertag

Muttertag

Zuerst einmal möchte ich allen Müttern einen wunderschönen Tag wünschen. Geniest euren Ehrentag und lasst euch mal richtig schön verwöhnen von euren Lieben.

Aber mal ehrlich: wer hat eigentlich diesen Tag erfunden? Kann man seine Mutter nicht täglich ehren? Und warum müssen genau an diesem Tag aufwendige Blumenensembles den Besitzer wechseln? Kann man seiner lieben Mutti nicht auch mit anderen Aufmerksamkeiten seine Wertschätzung zeigen und an einem anderen – vor allen Dingen preiswerteren Tag – seine Aufwartung mit ein paar hübschen, bezahlbaren Blumen machen?

Jedes Jahr ruiniert es mich aufs Neue. In diesem Jahr durfte ich drei Sträuße kaufen: für meine Mutti, für meine Omi (der Papa überreicht die) und für meinen Opi, der unglücklicher Weise heute Geburtstag gehabt hätte. Und da möchte ich ihm schon ein paar schöne Blumen auf sein Grab stellen. Wenn wir schon mal beim Geburtstag sind, ein kleiner Gruß in eigener Sache: Happy Birthday Dave Gahan. Have a nice Day and I hope we see you next time. Alles in allem habe ich heute knappe 60 Euronen in das Blumengeschäft meines Vertrauens getragen und dafür – na ja – nix besonderes bekommen. Drei normale Blumensträuße, kein wirkliches Highlight dabei. Dafür hätte ich deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Also wenn einem von euch mal zu Ohren kommt, dass jemand aus dieser Branche über eine schlechte Einnahmesituation klagt….

Der Kindergarten hat es in diesem Jahr richtig gemacht. Die haben ganz einfach mit den Kindern Kekse gebacken. In Herzchenform. Wie niedlich. Meiner war stolz wie Bolle und wollte die anderen Muttis in unserer Familie auch mit Keksen beglücken. Und so haben wir gestern gebacken. Kekse. Im Mai. Das ist mir auch noch nicht passiert.

In diesem Sinne: Einen schönen Muttertag meine Lieben.

Eure Anna

Der Feind liest mit

Der Feind liest mit

Anders kann ich mir nicht erklären, was heute Vormittag passiert ist. Eine mir völlig fremde Person in einer abgelegenen MC Donalds Filiale (in der wir nur sehr selten einkehren)wusste, dass ich immer schwarzen Tee trinke.

Nun sitze ich hier zu Hause bei meiner inzwischen dritten Tasse Tee – ich gebe zu, ich bin süchtig nach dem Zeug – und muss euch sogleich meine Beobachtungen mitteilen.

Ich finde es ja löblich, dass sich dies inzwischen rumgesprochen hat. Noch besser fände ich es aber, wenn das in unserer Stammfiliale auch so wäre. Eine Kleinigkeit. Mir würde auch schon reichen, wenn die Tresenkraft sich dort endlich merken würde, dass Tee überhaupt im Sortiment ist und wo er sich befindet. Beim Rest bin ich gerne behilflich.

Aber auch sonst war heute irgendwie alles anders. Alle super nett. Das Spielzimmer durfte genutzt werden, obwohl ein „Geschlossen“ Schild das Gegenteil behauptete. Und mein Ei, das frisch zubereitet wurde, kam auch recht zügig. Was für ein ungewohnter Service. Und weil ich denke, dass MC vielleicht mitliest, hier mal ein dickes Lob an die nette Filiale an der Autobahnauffahrt. Wir kommen jetzt öfter. Das lohnt sich.

In diesem Sinne: Es geschehen doch noch Wunder.

Eure Anna