Der Wahnsinn geht weiter

Der Wahnsinn geht weiter

Heute bei Mc Donalds. Die übliche Tresenkraft – die übliche Bestellung. Und was ging heute mal wieder schief? Hat sie mir doch glatt nur das heiße Wasser für meinen Tee hingestellt und den Teebeutel vergessen? Muss man den etwa neuerdings separat ordern. Vielleicht habe ich da ja eine Neuerung verpasst? Mutti ist auch nicht mehr die Jüngste, da kann schon das ein oder andere an mir vorüber gehen, ohne von mir registriert zu werden. Oder hat etwa mal wieder das böse Vergessen zugeschlagen? Als ich im freundlichen Ton (ja, so bin ich – auch nach so vielen Pleiten immer noch freundlich) darauf hingewiesen habe, kam nur ein verdutztes „hä“? „Ehm, Teebeutel – so ist mir das zu dünne.“ „Oh, welche Sorte denn?“ Und somit erklärte ich ihr zum gefühlten dreitausendachthundertsiebenundzwanzigsten mal, dass ich einen schwarzen Tee möchte. Das ist der oben links im Aufsteller.

In diesem Sinne: Ich darf mich nicht aufregen.

Eure Anna

Dinge die die Welt nicht braucht

Dinge, die die Welt nicht braucht

Eine Bewohnerin aus meinem Haus hat mich heute um Hilfe gebeten. In ihrer Wohnung. Sie hatte sich einen neuen Fernseher liefern lassen und wollte von mir wissen, ob das Bild so richtig eingestellt ist. Ihr eigenes Alter und das Alter ihres letzten Fernsehers ließen keine objektive Meinung ihrerseits zu. Da ich generell ein sehr hilfsbereiter Mensch bin und die nette Dame auch immer sehr lieb zu meinem Sohn ist (in regelmäßigen Abständen wechseln kleine Leckereien den Besitzer), konnte ich ihr den Wunsch natürlich nicht abschlagen.

Das diese Bewohnerin einen Hang zu dekorativem Kitsch hat, ist mir schon des Öfteren aufgefallen. Immerhin hat sie in ihren Fenstern eine Auswahl an Geschmacklosigkeiten ausgestellt. Blaue Rosen, kombiniert mit anderen aufwendigen Blumenensembles aus Kunststoff. Diverse Asiashops mit genau solchen Dekohighlights findet man reichlich in unserer schönen Stadt. Und anscheinend auch genügend Abnehmer, denn sonst könnten diese Geschäfte nicht überleben. Wenn ich nur an die Weihnachtszeit denke: da blinkt es an vielen Fenstern ganz bunt. Diese komischen Leuchtsterne, die ständig die Farben wechseln …..

Und was sich von außen in Form des dekorativen Schnickschnacks auf den Fensterbänken schon andeutete, fand im inneren der Wohnung seine Vollendung. Ich habe schon viel gesehen, aber das war der Wahnsinn. Da hätte es mich doch fast wieder rückwärts aus der Wohnung gehauen, als ich dieses Sammelsurium an unnützen dingen sah.  Böse Leute würden sagen, dass man davon augenkrebs bekommt. Kitsch, wohin man schaute. Und natürlich alles schön bunt. Irgendwie scheint es das nicht in dezent zu geben. Das ging los bei weiteren Blumengestecken Marke Plastik, über die bekannte winkende Katze, bis hin zu kitschigen Wandgemälden. Alles war vertreten und mit viel Liebe ins rechte Licht gerückt. Mir fehlten die Worte. Und das soll was heißen. Ich vertrage eigentlich eine Menge. Schon weil ich durch meine Arbeit als Augenoptiker auch viel gewohnt war. Denn auch da haben die älteren Leutchen gerne mal ein paar wohlgemeinte Präsente mitgebracht. Weil man doch so nett war und die Brille so toll gemacht hat. Meist war es aber deshalb, weil man sich einfach mal Zeit genommen hat und zuhörte. Was sich damals alles angesammelt hat, das schreibe ich morgen in einem weiteren Bericht. Denn da fallen mir noch viele lustige Dinge ein.

Nun ja, ich habe dann schnell das Bild vom Fernseher begutachtet, einige Verbesserungsvorschläge gemacht und ganz brav die schicke Wohnung gelobt. Man will es sich ja nicht mit der Nachbarschaft versauen. Ich hoffe nur, dass ich nicht zu viel gelobt habe und nun auch in regelmäßigen Abständen was geschenkt bekomme. Soviel Platz in den Schränken habe ich dann auch nicht.

In diesem Sinne: Es muss nicht immer Plastik sein.

Eure Anna

Nicht alle sind schlecht

Nicht alle sind schlecht

Heute lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und möchte mit einem Vorurteil und einer Verallgemeinerung aufräumen und das Gegenteil beweisen. Es geht um Alten – und Pflegeheime. Ich weiß, nicht gerade das Thema, das ihr sonst so von mir gewöhnt seid, aber dies hier soll ein kleines Loblied auf die vielen fleißigen Mitarbeiter der Seniorenresidenz sein, die seit anderthalb Jahren meine Omi so liebevoll betreuen und pflegen und eine alte, gebrechliche und von den Ärzten längst abgeschriebene Frau wieder ins Leben zurück geholt haben und ihr jetzt einen richtig lebenswerten und angenehmen Lebensabend bieten.

Ich hole einfach mal ein wenig aus, um auch alles gut erklären zu können.

Die elenden Diskussionen über Pflegenotstand und teilweise katastrophale Bedingungen in den Alten- und Pflegeheimen in Deutschland kennen wir alle. Auch uns (meine Familie) hat es immer abgeschreckt, ein Familienmitglied irgendwann dorthin in Pflege geben zu müssen. Das man im hohen Alter nicht mehr alleine klar kommt und Hilfe benötigt, war jedem bewusst. Aber wir waren immer der Meinung, dass es so schlimm nie werden wird, um diesen Schritt – in solch ein Heim zu gehen – in die Tat umsetzen zu müssen. Immerhin gibt es noch genügend andere Möglichkeiten, die Pflege des entsprechenden Familienmitgliedes zu gewährleisten.

Mein Opi starb vor drei Jahren im gesegneten Alter von 92 Jahren. Bis zu diesem Zeitpunkt haben meine Omi und mein Opi ihr Leben in ihrem Haus, in dem sie fast 65 Jahre gelebt haben, verbracht. Zweimal täglich kam der Pflegedienst und hat Handreichungen gemacht, es gab eine Zugehfrau für den Haushalt und den Einkauf und selbst die Hausärztin kam zum Hausbesuch. All dies konnten wir so organisieren, nur damit meine Großeltern in ihrem gewohnten Umfeld leben konnten. Nach dem Tod meines Opis musste neu organisiert und strukturiert werden. Meine Omi war immer diejenige, die mehr Pflege benötigte. Sie sitzt im Rollstuhl, konnte nicht laufen und somit zum Beispiel auch nicht alleine die Toilette aufsuchen. Zusätzlich leidet sie an Altersdemenz. Ein Zustand, der eine recht umfangreiche Beaufsichtigung verlangt. Da sie in ihrem Haus bleiben wollte, mussten wir nochmals die Betreuung aufstocken. Der Pflegedienst kam nun dreimal am Tag, die Zugehfrau schaute jeden Tag vorbei. Ein Notruf wurde installiert und das Mittagessen wurde geliefert. Was diese Betreuung aber nicht verhindern konnte, war die Einsamkeit. Denn was nützt es, wenn man zwar mehrmals am Tag „Besuch“ bekommt, ansonsten aber mit sich und seinem Kummer alleine ist. Es ging ihr einfach nicht gut. Sie musste mehrmals ins Krankenhaus, die Demenz schritt deutlich voran und wir mussten nun doch die nächste Stufe der Betreuung und Pflege einleiten. Meine Eltern fanden ziemlich schnell eine Wohnung in einem Betreuten Wohnen. Sicherlich kennt ihr das. Man hat sein eigenes Reich, wird aber dort versorgt und verpflegt. Wir sind damals einfach davon ausgegangen, dass es ihr so leichter fallen würde, ihre alte Umgebung zu verlassen. Es ging leider nicht lange gut. Denn auch dort war sie die meiste Zeit alleine. Das Krankenhaus wurde mehr und mehr ihr Zuhause. Und sind wir ehrlich: bei einer 91-jährigen Frau wird dort nicht mehr allzu viel gemacht. Sie gaben sich zwar Mühe, machten uns aber keine Hoffnung, dass sie sich nochmal aufrappeln würde. Durch ihre Demenz lebte sie in einer ganz anderen Welt. Wirkte total abwesend, erkannte niemanden mehr und hatte mit ihrem Leben abgeschlossen. Wochenlang lag sie nur im Bett, denn keiner der Schwestern oder Pfleger hatte Zeit, sie aus diesem zu holen und die erforderlichen Übungen zu machen. So war es halt leichter. Windel drum und gut.

Da das Betreute Wohnen sie in diesem Zustand auch nicht mehr haben wollte, sind wir doch in eine Seniorenresidenz gegangen. Und dies war das Beste, was wir tun konnten. Meine Omi ist wieder das blühende Leben. Wie die diese Frau wieder hochgepäppelt haben, ist sagenhaft. Dort ist sie nie alleine. Immer mit den anderen Bewohnern zusammen und immer beschäftigt. Ob es Spielenachmittage sind, Konzerte oder der Kindergarten schaut vorbei. Immer ist was los. Und Omi mittendrin. Dort wird jeder, der nur halbwegs gerade sitzen kann, aus dem Bett geholt und in den Gemeinschaftsraum gebracht. Niemand sitzt dort alleine. Alle immer in Gruppen.

Seit sie dort ist, kann sie wieder ein paar Schritte laufen, sie trägt keine Windeln mehr, ist für ihr Alter sehr klar im Kopf und spielt sogar recht schwierige Kartenspiele. Ein Krankenhaus hat sie schon ewig nicht mehr von innen gesehen. Ihr neues Zuhause ist ganz in der Nähe von meinen Eltern. Somit können sie sie jeden Tag besuchen oder zu sich holen. All dies war früher nicht möglich. Meine Omi liebt wieder das Leben, weil sie wieder daran teilnehmen kann. Und das haben wir den tollen Mitarbeitern dieser Einrichtung zu verdanken. Denn die arbeiten jeden Tag mit ihr und bieten ihr dadurch diesen schönen Lebensabend.

In diesem Sinne: Tausend Dank an die Mitarbeiter der Seniorenresidenz. Nicht alle Alten- und Pflegeheime sind schlecht. Es gibt auch sehr gute, in denen es sich lohnt zu leben.

Eure Anna

Nur mal so …

Nur mal so…

zwischendurch. Ich durchstöbere gerade ein ganz altes Buch, das ich von meinem Opi geerbt habe. Hier stehen eine Menge Sprüche und Weisheiten drin, von denen ich nur mal schnell ein paar hier einfügen möchte.

Leb um zu lernen, lern um zu Leben!

Wer mit Liebe dich warnt, mit Achtung dich tadelt, sei Freund dir.

Die Erfahrung, die man teuer bezahlt, hat erst Gewicht; die uns geschenkt wird, will man nicht.

Und noch ein aller letzter:

Wie weise und glücklich ist der, welcher so lebt, wie er am Ende wünschen wird gelebt zu haben.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende

Eure Anna

Ich mache keinen Mittagschlaf

Ich mache keinen Mittagschlaf

Das Schlafverhalten meines Sohnes in den heimischen Gefilden lässt im Moment zu wünschen übrig. Woran auch immer das liegen mag. Während er vor einigen Wochen seinem Mittagschlaf noch regelrecht entgegen fieberte und diesen auch ausführlich vollbrachte, besteht nun kein Interesse mehr daran. Im Kindergarten schläft er mittags immer noch seine 2 Stunden. Da hat sich nichts geändert. Nur hier bekomme ich ihn nicht mehr ins Bett. Auch nicht mit den gängigen Bestechungsversuchen wie Eis essen oder Geschichte vorlesen. Abends will er standesgemäß lange auf bleiben, klappt dann aber fast punktgenau 20 Uhr die Augendeckel herunter und schläft mir auf dem Sofa ein. Was bedeutet, dass er am nächsten Morgen auch gerne schon mal 7 Uhr wach ist. Ja, auch an einem Sonntag. Und das mag Mutti gar nicht gerne.

Heute gelang es mir endlich mal wieder – nach langem hin und her – eine Mittagsruhe heraus zu handeln. Ein Eis musste dann nach der Absolvierung des Schlafes her. Mutti macht nämlich gerne ein Päuschen um die Mittagszeit herum. Da ich eher abends und nachts meine kreativen Phasen habe, tut es gut, mittags ein wenig Augenpflege zu betreiben. Ich bin auch nicht mehr die Jüngste und mein Tag ist oft sehr stressig. Da passt es gut, wenn ich nach dem Essen ein wenig in mich gehen kann.

Aber was war heute das Ende vom Lied? Sohnemann hat so laut geschnarcht, dass ich überhaupt nicht schlafen konnte. Alle meine Überredungskünste waren also für mich umsonst. Danke schön.

In diesem Sinne: Immer mal ein Päuschen einlegen.

Eure Anna

Aber nicht umstellen Mama, ok?

Aber nicht umstellen

Sohnemann schwächelt heute ein wenig. Beim Aufstehen klagte er über allgemeines Unwohlsein. Was daran Echt ist und was eine Showeinlage, kann ich noch nicht genau sagen.

Fest steht, dass er wie das blühende Leben aussieht, kein Fieber oder ähnliches hat und auch der Appetit nicht eingeschränkt ist. Dennoch fühlte er sich zu schwach, um in den Kindergarten zu gehen. Viel lieber wollte er heute einen Tag auf dem Sofa verbringen und sich ausgiebig dem Kinderprogramm im Fernsehen widmen. Immer seine neue Lego Feuerwehr, die er gestern erstanden hat, im Griff und über den Tisch schiebend. Und natürlich Mutti am traktieren. „Mama, ich will was trinken, Mama, ich will ein Bonbon, Mama, aber nicht umstellen, ok?“

Nun gut, sei ihm dieser freie Tag gegönnt. Er hat die ganze Woche Stress, da ist so ein verlängertes Wochenende doch mal was Tolles. Das Wetter scheint auch recht schön zu werden. Und vielleicht bekomme ich ihn dazu, heute Nachmittag ein wenig auf den Spielplatz zu gehen. Da kann man sich auch gut erholen und wieder gesund werden. Und zur Not die neue Feuerwehr mitnehmen. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass dies der Grund für seine „Krankheit“ ist.

In  diesem Sinne: Wollen wir nicht alle manchmal einfach im Bett bleiben und einen Tag „blau“ machen?

Eure Anna

…dann drücken sie die 1…

…dann drücken Sie die 1…

Gestern Abend gab es eine sehr interessante Sendung bei der ARD. „Hart aber Fair“. Kennt sicherlich der ein oder andere von euch auch schon. Immer wieder gerne gesehen.

Das Thema gestern lautete „Telefonhotlines und die Erlebnisse damit“. Da Mutti auch schon einschlägige Erlebnisse mit diversen Hotlines gemacht hat, wollte ich dies heute mal zum Thema machen und euch ein Erlebnis mit der Hotline der Telekom schildern.

Es ist schon eine ganze Weile her, aber es gab mal Zeiten, da war ich noch Kunde beim großen pinkfarbenen „T“. Und wie das so ist, wenn man was nutzt, kommt es auch mal zu Problemen, die man gerne mit einem kompetenten Mitarbeiter besprechen möchte. Bei mir ging es damals um die Installation und Inbetriebnahme eines neuen Internetanschlusses. Laut Auskunft des T-Punktes in meiner Stadt alles ganz problemlos. Einfach nur in die Dose rein – und dann kann es schon losgehen. Na ja, wie ihr euch denken könnt, ging nix los. Und schon gar nicht Internetmäßig. Die Beschreibung, die mitgeliefert wurde, war genau so aussagekräftig wie zwei Scheiben Knäckebrot. Da war nichts zu machen. Und da Wochenende war und somit kein Ansprechpartner vor Ort zu Verfügung stand, ich aber meine neuerworbene Technik nutzen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als die tolle Hotline anzuwählen. Schon die Suche nach der richtigen Nummer forderte meine ganze Aufmerksamkeit und die ersten 10 verschwendeten Minuten. Und dann ging es los. Eine sprachgesteuerte Hotline. Der Albtraum aller Verbraucher. Denn da wartete ein Computer auf mich, der mich nicht versteht und den ich auch nicht immer verstand. Und so schlecht ist mein Hochdeutsch wirklich nicht.

Nun kommt es drauf an, wer hartnäckiger ist. Die Technik, die mir auf penetrante Art und Weise versucht begreiflich zu machen, dass ich zu blöd dafür bin und gefälligst nicht weiter versuchen soll, die Firma mit meinen Problemen zu belästigen. Oder Ich, die sich nicht davon abschrecken lässt und hartnäckig am Ball bleibt, bis die Technik die Segel streicht und mich zu einem reellen und sprechenden Mitarbeiter verbindet.

Ich kann euch sagen, in diesen Dingen bin ich sehr hartnäckig und lasse mich nicht abwimmeln. Auch wenn es mich unwahrscheinlich nervt. Inzwischen habe ich meine eigene Technik entwickelt, um solche Hotlines zu überlisten. Einfach eine andere Nummer nehmen. Die verbinden einen dann.

In diesem Sinne: „Im Moment sind alle Leitungen besetzt. Der nächste freie Mitarbeiter ist für sie reserviert.“

Eure Anna

Alles neu macht der April – Teil 2

Alles neu macht der April Teil 1

Tut mir leid, dass es hier ein paar Tage etwas ruhig war, aber Mutti war schwer beschäftigt. Nun geht es aber wie gewohnt mit ein paar netten Anekdoten aus meinem Leben weiter.

Die Renovierung des Schlafgemaches fiel doch umfangreicher aus, als ich angenommen hatte. Denn wie ist es immer so schön: während der Arbeiten ergaben sich wieder und wieder neue Verbesserungsvorschläge. Aus einem zweifarbigen Zimmer wurde ein einfarbiges, die Möbel wurden gerückt und anders platziert. Und nebenbei habe ich kräftig ausgemistet, ein neues Regal, einen Spiegel und Lampen montiert. Alles in allem sehr umfangreich.

Aber es hat sich gelohnt. Denn nun erstrahlt alles im neuen Glanz, was mich sehr glücklich macht. Sohnemann hat auch schon Ansprüche angemeldet und möchte nun gerne mit im „Mädchenzimmer“ schlafen. Weil da jetzt alles so schick ist. Das freut Mutti natürlich nicht so sehr, aber auch das kleine Problem werde ich zu lösen wissen.

Nun pflege ich erst einmal meinen Rücken und harre der Dinge, die als nächstes in mein kleines Universum eintreten werden. Das Wohnzimmer kommt demnächst dran und dann sieht meine komplette Wohnung wieder wie ein Schmuckkästchen aus. Hach, wie freue ich mich darauf.

Wenn ich wüsste, wie es geht, würde ich euch doch glatt ein Foto hier reinstellen. Aber ich glaube, dass dies nicht im Rahmen meines technischen Verständnisses liegt.

In diesem Sinne: Macht euch einen schönen Tag

Eure Anna

Alles neu macht der April – Teil 1

Alles neu macht der April Teil 1

Bei uns zu Hause tobt an diesem Wochenende die Tapezierbürste durch die Wohnung. Ich habe mir nämlich vorgenommen, die schon seit langem geplante Verschönerung meines Schlafgemaches endlich in die Tat umzusetzen. Denn ich musste feststellen, das nur davon zu Reden leider nicht ausreicht. Ich muss schon ein wenig mehr Energie aufbringen und den einen oder anderen Strich an der Wand machen.

Aus diesem Grund haben wir gestern mal wieder einen Baumarkt von innen gesehen. Nicht das ich was gegen Baumärkte hätte, aber die Größe schreckt mich doch immer ein wenig ab. Mein Sohn ist da nicht so zimperlich. Er findet Baumärkte einfach nur cool. Besonders weil man da so toll Verstecke spielen kann und Mutti dann stundenlang durch die Reihen irrt, um Sohnemann wieder auszugraben. Unwahrscheinlich spaßig.

Da ich wusste, was ich kaufen wollte, war unser Aufenthalt von kurzer Dauer. Na ja, aber ich musste feststellen, das auch der bloße Besitz von „Verschönerungsmaterial“ noch kein schönes Schlafzimmer macht. Und so habe ich mich gestern an den Albtraum schlechthin gewagt, und mein Schlafzimmer renovier technisch vorbereitet. Es gibt doch fast nichts schlimmeres, als in einer recht kleinen und gut gefüllten Wohnung ein Zimmer aufzulösen und den Inhalt dieses Zimmers auf die restlichen Räume so zu verteilen, das es einer zweiköpfigen Familie möglich ist, darin noch einigermaßen menschenwürdig zu leben.

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist: Aber bei mir ist das Schlafzimmer definitiv der vollste Raum der Wohnung. Ein großes Bett, ein sechstüriger Kleiderschrank, zwei volle Bücherregale und ein kompletter Stauraum unter dem Bett, den es auch zu räumen galt. Ein wenig Folie drüber und los geht’s war leider nicht möglich.

Um es kurz zu machen: Es hat fast 3 Stunden gedauert, bis ich das Zimmer so leer hatte, das man darin auch arbeiten konnte. Ich will nicht jammern, es hätte schlimmer kommen können. Dann noch schnell ein wenig Staub und Unrat entfernt und die Folie für dein samstäglichen Streichtag ausgelegt. Damit war mein Soll für diesen Tag erfüllt.

Nun geht es heute (Samstag) weiter mit dem Streichen und morgen für euch mit meinem Bericht. Bis dahin wünsche ich euch wie immer eine tolle Zeit.

In diesem Sinne: Geniest das wunderschöne Wochenende.

Eure Anna

Die Kinder aber auch…

Die Kinder aber auch

Mittwoch waren wir baden. Nicht in der Wanne, sondern in einer öffentlichen Einrichtung. Also in einem Schwimmbad. Einmal in der Woche gehe ich mit meinem Sohn schwimmen. Bewegung tut einfach immer gut, wenn man mit motorischen Problemen zu kämpfen hat.

Und da mein Sohn seinen besten Kumpel mitnehmen wollte, sind wir kurzer Hand in ein Spaßbad gefahren. Das ist immer die beste Variante, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Da haben alle was davon. Und ich kann euch sagen – wir hatten wirklich eine Menge Spaß. Nicht nur die Jungs beim rutschen und rumplantschen – sondern auch Mutti. Denn zeitgleich lief dort ein Aquagymnastik Kurs.  Eieiei, ich kann euch sagen, da gab´s eine Menge zu sehen und vor allen Dingen zum schmunzeln. Ist schon eine lustige Angelegenheit. Auf jeden Fall für die Zuschauer.

Als wir genug Spaß im kühlen Nass hatten, haben wir auf dem Rückweg einen Stopp bei Mc Donalds eingelegt. Das übliche Programm, nur eine andere Filiale. Ausgestattet mit einer tollen Spielecke. Das war natürlich das Highlight für die Jungs und wurde sofort in Beschlag genommen. Leider saßen da auch ein paar größere Kinder. Ich nenne sie einfach mal so. Denn normal würden sie in die Kategorie „Jugendliche“ fallen. Da ihr Benehmen aber eher vom Niveau her im Kindergartenalter angesiedelt war, bleibe ich auch bei den Kindern. Die Papierkügelchen flogen, genauso wie sich im Gossenjargon unterhalten wurde. Und das benehmen – nun ja – es lässt sich schlecht in Worte fassen. Dem allgemeinen Auftreten halt angepasst.

Auf jeden Fall waren sie von meinen beiden Jungs schwer genervt. Die besaßen nämlich die Frechheit, in der Spielecke zu spielen. Ja, das ist nicht zu glauben. Sowas aber auch. Die Kinder am Tisch wollten da einen auf cool machen und dann kommen da so zwei Rotzbengel und stehlen ihnen die Show. Fürchterlich. Und gelärmt haben sie auch noch. Und das in dieser Spielecke. Nicht zu fassen.

Tja, liebe Kinder: Was setzt ihr euch in die Spielecke. Wie es der Name schon verraten dürfte, ist genau diese zum Spielen da. Hättet ihr euch in den normalen Bereich gesetzt, dann hätten euch die Jungs auch nicht genervt. Aber ihr ward ja selbst nicht besser.

In diesem Sinne: Keep cool

Eure Anna